#7 - Die ersten 90 Tage - Zwischen Rollenchaos, Sprachakrobatik und Käsekuchen
Warum sind die ersten 90 Tage so wichtig?
Phase 1: Orientierung und Überleben (Tag 1–30)
Die ersten Wochen fühlten sich an wie ein Escape Room: Viele Türen, aber wo ist der Schlüssel?
- Meine Rolle? Nicht ganz klar. Ich war „die Neue aus Deutschland“, aber was genau ich tun sollte, war nicht jedem bewusst – manchmal auch nicht mir.
- Sprache? Englisch ist unser Rettungsring, aber bei komplexen Themen manchmal eher ein löchriger Schwimmreifen. Ich habe gelernt: Gestik, Zeichnungen und Humor sind die besten Dolmetscher.
Im Team sprachen wir darüber, welche Kuchen in Deutschland beliebt sind und welche in Bulgarien. Ich habe einen selbstgemachten Käsekuchen mitgebracht – und er war ein Volltreffer. Plötzlich war ich nicht mehr „die Neue“, sondern „die mit dem Käsekuchen“. Ein süßer Icebreaker!
Phase 2: Quick Wins und Sichtbarkeit (Tag 31–60)
Nachdem ich die ersten Wochen überlebt hatte, ging es darum, erste Erfolge zu zeigen:
- Kleine Verbesserungen
- Prozesse optimieren, ohne gleich alles auf den Kopf zu stellen.
- Präsenz zeigen – nicht nur im Büro, sondern auch bei Lieferanten.
Diese Phase war wie das erste Mal Fahrradfahren ohne Stützräder: wackelig
Phase 3: Strategie und Positionierung (Tag 61–90)
Die letzten 30 Tage waren mein Übergang vom „Neuling“ zur Gestalterin:
- Langfristige Ziele definieren.
- Eine Roadmap für die nächsten Monate entwickeln.
- Klar kommunizieren: „Das ist mein Plan – und ja, es gibt Kuchen!“
MEINE LEARNINGS
- Geduld ist Stärke: Nicht alles sofort ändern wollen.
- Netzwerk ist Gold: Beziehungen sind der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg.
- Sprache ist mehr als Worte: Ein Lächeln und ein Flipchart können Wunder wirken.
- Kleine Gesten zählen: Ein Käsekuchen kann mehr bewirken als ein PowerPoint.
Fazit
Die ersten 90 Tage sind kein Sprint, sondern ein Abenteuer – mit Stolpersteinen, Aha-Momenten und süßen Überraschungen. Wer sie bewusst gestaltet, legt den Grundstein für Erfolg. Und manchmal reicht ein Stück Kuchen, um Brücken zu bauen.
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Andrea Meingaßner (Montag, 15 Dezember 2025 20:11)
Grundbedürfnisse stillen (Käsekuchen) kommt immer gut an. Das gehört doch auch irgendwie zur interkulturellen Kommunikation. Wir sind doch alle (nur) Menschen. Alles Liebe dir und bis bald, Andrea
Markus (Dienstag, 03 Februar 2026 12:30)
Klasse Yvonne, super was Du dort erlebst! Und toll, dass Du uns daran teilhaben lässt :)