Ich wollte in Plovdiv endlich meinen Gasgrill starten – doch die balkanischen Gasanschlüsse machten mir einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück gibt’s den deutschen Stammtisch: Über das Netzwerk habe ich eine Familie kennengelernt, die mir sogar eine passende Gasflasche überlassen hat. Fazit: Netzwerk schlägt Baumarkt.
In Langenlois habe ich zu Shift to East referriert– klar, fokussiert und mit echter Freude, wieder in Österreich zu sein. Manchmal brauche ich eben eine kleine Balkanpause. Und meine Martenitsa bleibt dran, bis der erste Storch den Frühling bestätigt.
Mein erster Winter in Plovdiv war für mich ein echtes Sinnbild für Neubeginn und Veränderung: kalt, ungewohnt und nicht immer komfortabel.
Heizen mit der Klimaanlage, neue Routinen und ein anderes Tempo haben mir gezeigt, wie ähnlich Auswandern und Change‑Prozesse im Business sind.
Veränderung funktioniert selten sofort perfekt – sie braucht Geduld, Anpassung und die Bereitschaft, Unbequemes auszuhalten.
Genau dort entsteht Wachstum – privat wie beruflich.
EURO in Bulgarien: Drei Verschiebungen, politische Turbulenzen und ein Wechselkurs wie bei der D-Mark – 1 EUR = 1,95583 BGN.
Die Umstellung war alles andere als einfach: Doppelpreise, Easy-Pay-Chaos und sogar Proteste führten zum Rücktritt der Regierung.
Trotzdem bin ich überzeugt: Der EURO ist ein Gewinn für Bulgarien – mehr Integration in Europa, ein Boost für den Tourismus und langfristige Stabilität für Wirtschaft und Investoren.
Nach einer Phase persönlicher und beruflicher Veränderung sagte ich zum ersten Mal laut, dass ich bereit bin, alles hinter mir zu lassen – kurz darauf führte mich ein Jobangebot nach Bulgarien. Ohne Plan, aber mit klarem Ja zur Veränderung, begann mein neues Leben mit einem einzigen Satz: Ich bin bereit.